Da ich thematisch gerade irgendwie beim Arbeitsmarkt war, passt das, was ich heute erlebt habe ganz gut.
Unser Betrieb bringt jeden Abend seine Post zur Postfiliale, einige Straßen weiter. Eigentlich ist das Praktikanten-Arbeit, aber manchmal komme ich auch noch in den Genuss des allabendlichen Spaziergangs.:) So bin ich auch heute Abend mit einer Tasche voll Briefen und Päckchen zur Post gelaufen.
Kurz vor Weihnachten befürchtet man den größten Auflauf bei der Post. Wenn da gut was los ist, darf man schon einmal eine halbe Stunde anstehen. Doch dieses Jahr ist kaum etwas los. Der Mann am Schalter erzählte, dass es in allen Postfilialen so aussähe. Es kämen immer weniger Kunden zu den Filialen. Die meisten Sendungen würden jetzt Online erledigt und deshalb würden auch immer mehr Filialen schließen. Wenn das so weiter ginge, müsse vielleicht auch in seiner Filiale ein oder zwei Mitarbeiter gehen.
Eigentlich ist es eine super Sache, wenn technische Neuerungen uns die Arbeit erleichtern. Das sollen sie ja auch, ebenso wie wirtschaftliches Handeln. Es geht eben darum, nicht mehr so viel arbeiten zu müssen. Leider steht das im krassen Widerspruch zu unserer Arbeitsmarkt-Politik. Da heißt es "Arbeit für alle" oder "Jobs, Jobs, Jobs" und ähnlichen dummf*ck. Es wird alles dafür getan, das Märchen von der Vollbeschäftigung am Leben zu erhalten, anstatt nach neuen Wegen zu schauen, wie alle, losgelöst von der Lohnarbeit, von diesen Fortschritten profitieren können.
Ich bin sehr froh, dass es jetzt endlich eine Partei im Bundestag gibt, die es wagt, alternative Wege zu beschreiten und sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt.
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Die Postfililialen haben ausgedient
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